Historie der im Februar 2020 gegründeten Bürgerinitiative

 

Wie alles anfing:

Vor ca. 2 Jahren kam Score mit der Anfrage nach einem Grundstück für eine Tankstelle zur Gemeinde Großefehn. Olaf Meinen, damaliger Bürgermeister, heutiger Landrat, und sein Stellvertreter Erwin Adams, heutiger Bürgermeister, zeigten u.a. das Grundstück an der Mühle. Damit sind beide verantwortlich für das heutige Problem.

Der Landrat zieht sich auf seine Position als Verwaltungsbeamter zurück, der Bauantrag werde nach Recht und Gesetz beschieden. Olaf Meinen hat immer großen Wert auf Volksnähe gelegt, darin auch viel Erfolg bewiesen.

Es ist unverständlich, wie man die vorhandenen Argumente gegen die Tankstelle an diesem historischen Ort einfach übergehen kann.

  • Verkehrssituation
  • Denkmalschutz Fehnbild
  • Nähe zum Friedhof
  • Naturdenkmal Blutbuche

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BI Aktivitäten:

  • 02.2020 Sitzung des Ortsrats Ostgroßefehn, Score stellt das Projekt vor, über 200 Bürger im Bürgerhaus anwesend, viele sprechen sich gegen eine Tankstelle bei der Mühle aus. 
  • Plakat und Demo an der Mühle: Hier eine Tanke? Nein, danke.
  • Unterschriftenlisten liegen eine Woche in den Geschäften aus, über 500 Bürger unterschreiben.
  • Übergabe an den Landrat und Gespräch am 02.03.2020.

 

Entwicklung seit März

Landkreis: positiver Bescheid der Bauvoranfrage von Score

Die Gemeinderatsmitglieder stimmen mehrheitlich gegen den Bau einer Tankstelle an dem historischen Ort.

Zu einer Demonstration kommen zahlreiche Bürger von unter einem bis über 80 Jahre und befestigen ein Banner und mehrere Plakate an der Kanalstraße Nord gegenüber der geplanten Tankstelle. Ostfriesen tv und die lokale Presse sorgen für Veröffentlichung.

Bürgermeister Adams denkt um, sieht sich auch als der Vertreter der Interessen der Bürger und versucht, die Situation im Sinne der Bürger voranzutreiben. Er erklärt sich bereit, das Grundstück für einen Alternativstandort am Postweg zu beschaffen. Score und Grundstückseigentümer Hollander bekunden Interesse, sie könnten sich das wohl vorstellen. Geschäftsführer Ehrlich von Score würde diesen Standort an der Durchgangsstraße bevorzugen.

Deshalb Stillhalteabkommen der BI, um die Grundstücksverhandlungen nicht zu gefährden.

 

September 2020

Die Grundstücksverhandlungen sind fast komplett. Bürgermeister Adams spricht mit "Score", die sind nicht mehr interessiert.
Begründung: Das Verfahren dauere zu lange, weil sie damit rechnen, nur bis 2040 Mineralöl verkaufen zu können, dann zähle jedes Jahr. Grundstückseigentümer Hollander lehnt ebenfalls ab.

 

Die Bürgerinitiative stellt fest:

Für die Zukunft des historischen Zentrums werden hier falsche Weichen gestellt.

Es scheint absurd:

Während im Gemeinderat am 26.10 2020 für die Zukunft die Erzeugung von Wasserstoff und eine Wasserstofftankstelle beschlossen wurde, soll hier noch eine Mineralöltankstelle gebaut werden. Viele Tankstellen haben bereits den Betrieb aufgegeben, in Aachen waren in den 70iger Jahren noch weit über 100 Tankstellen vorhanden, heute nur noch 35.

Wenn 2040 die Tankstelle im historischen Ortszentrum eine Ruine ist, befinden sich die Tanks tief in der Erde, das ganze Grundstück von 3000 m2 ist total versiegelt. Der Rückbau wird teuer.

Leider hat die Bürgerinitiative durch die Hinhaltetaktik von Score und Hollander und das Stillhalteabkommen mit dem Bürgermeister viel Zeit verloren.

Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass bei Score die Vernunft siegt und die Firma das Angebot am Alternativstandort Postweg doch vielleicht noch nutzen möchte, weil es sehr viel mehr Platz und bessere Bedingungen hinsichtlich des Verkehrs bietet. Hinzu kommt, dass an dem Platz eine bessere Akzeptanz durch die Bevölkerung gegeben wäre, denn diese hat sich in großer Anzahl gegen die Tankstelle an der Mühle ausgesprochen.

Die Bürgerinitiative ist weiterhin offen für Gespräche und sieht trotz der Beschränkungen durch die Corona Pandemie Möglichkeiten an die Öffentlichkeit zu gehen durch die unterschiedlichsten Medien wie Facebook, Instagram, eine Online Petition, erweiterte Unterschriftenlisten in den Geschäften. Weitere kreative Ideen sind immer herzlich willkommen.

Geplant ist u.a. eine Podiumsdiskussion mit TV Übertragung, zu der auch der Landrat, Vertreter des Landkreises und der Öffentlichkeit eingeladen werden, damit sie ihre Positionen den Menschen erklären können.

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